Projektarbeit: ThermObjekt.Einleitung
Ich habe mir im letzten Semester die Frage gestellt, wie es möglich wäre, ein 3 dimensionales Objekt darzustellen. Die Frage die sich nun stellt: wie kann dieses Objekt den Betrachter dargestellt werden? Abgesehen von herkömmlichen Darstellungsmöglichkeiten wie einfache Ausgabe am Bildschirm bzw. Beamer in 2D oder 3D-Stereo-Projektionen, sollte in diesem Projekt eine neue Art der Darstellung von 3D-Objekten gefunden werden.
Wobei ein wichtiger Aspekt die reale (nicht virtuelle) Darstellung des Objekts war. Ein zweiter nicht weniger wichtiger Aspekt war, das die Apparatur die Möglichkeit hat, das dargestellte Objekt dynamisch darzustellen. Das heißt im Gegensatz zu einer 3D-Fräse oder Printer, die ein Objekt unverenderbar als statisches materielles Objekt ausgeben, soll die Apparatur das Objekt in Echtzeit veränderbar wiedergeben können. Aus dieser Überlegung entstand der 3D-Partikel-Plotter.
Die Überlegung war wie folgt: Ein 3D Flächenmodell wird in ein Partikel-Objekt umgewandelt. Das Objekt-Volumen wird mit endlich vielen kleinen Kugeln gefüllt. In Summe ergeben diese Kugeln ein Objekt, dessen Form der Form des Flächenmodells entspricht. Dieses virtuelle Partikel-Objekt soll nun in ein reales Partikel-Objekt umgewandelt werden. Es sollen aufgrund von Luftströmungen Partikel (Styroporkugeln) im echten Raum so in Zirkulation gebracht werden, das daraus das reale Abbild des virtuellen Partikel-Objektes entsteht. Zur Vereinfachung besteht die Apparatur aus “3D-Partikel-Pixel”. Diese 3D-Partikel-Pixel sind nichts anderes als kleine Plexiglas-Quader gefüllt mit Granulat (Partikeln). Jeder dieser 3D-Pixel kann unabhängig von den anderen mit Hilfe von Magnetventilen mit Luftstrom versorgt werden. Dieser Luftstrom wirbelt das Granulat auf, und macht dadurch den Pixel sichtbar. Die einzelnen Magnetventile können über den Computer angesteuert werden. Eine bestimmte Anzahl dieser 3D-Pixel, zusammengesetzt zu einer großen dreidimensionalen Matrix, macht es möglich die vorher genannten Anforderungen an die Apparatur zu gewährleisten, sprich: die Darstellung eines in Echtzeit veränderbaren 3D-Objektes im realen Raum.

(die Umsetzung des Projektes “Partikel-Plotter”)
Fortlaufend zu diesen Überlegungen, will ich mich in diesen Semester mit der Kernfrage auseinander setzen: Eine Apparatur zu bauen, die es ermöglicht ein 3D-Objekt in Echtzeit veränderbar wiederzugeben. Im Gegensatz zu den 3D-Partikel-Plotter will ich mich nicht auf das (fest) Materielle und Visuelle versteifen. Es soll vielmehr andere Sinneswahrnemungen angesprochen werden. Dabei soll das Auge von der Haut abgelöst werden. Es geht um das erfühlen eines Objektes (nicht tasten) mit Hilfe von unseren Wärmeempfingssensoren in der Haut. Und das Materielle des Objektes soll durch Energie ersetzt werden, um genau zu sein von Wärmeenergie. Es entsteht ein Objekt - ein Wärmeobjekt, das mit Hilfe einer Apperatur von der Hand erfühlt werden kann. Das ThermObjekt kann weder ertastet werden, noch ist es real sichtbar. Im weiteren Sinn, kann das Objekt auf die Berührungen des Betrachters reagieren, und sich entsprechend verändern. _ro
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